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Prinzipien, die Entwickler kennen sollten

23. Januar 2023 • ☕️ 7 min lesen • 🏷 computer, software

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Die Welt der Softwareentwicklung bewegt sich schnell und diese schnelllebige Umgebung erfordert, dass Entwickler an mehr Projekten arbeiten. Bei der Entwicklung von Software ist die Einhaltung bestimmter Prinzipien jedoch äußerst wichtig, um sicherzustellen, dass der Code besser lesbar, wiederverwendbar und wartbar ist.

Daher gibt es einige häufig verwendete Prinzipien im Softwareentwicklungsprozess. In diesem Artikel werden wir die Prinzipien YAGNI, DRY, SOC, KISS, LOD und SOLID untersuchen. Diese Prinzipien sind einige der wichtigsten Prinzipien, die während des Softwareentwicklungsprozesses befolgt werden müssen.

YAGNI

Das YAGNI-Prinzip ist die Abkürzung für „You Ain’t Gonna Need It“ oder „You Aren’t Gonna Need It“. Im Softwareentwicklungsprozess betont dieses Prinzip, wie wichtig es ist, das Schreiben unnötigen Codes zu vermeiden.

Das YAGNI-Prinzip schlägt vor, sich nur auf aktuelle Bedürfnisse zu konzentrieren, anstatt zukünftige Features oder Funktionen zu codieren, die in der Zukunft verwendet werden können. Dies verhindert, dass Zeit und Mühe verschwendet werden, indem unnötiger Code geschrieben wird.

Dieses Prinzip stellt sicher, dass der Code einfach und unkompliziert bleibt. Dadurch wird die Software leichter verständlich, testbar und wartbar. Darüber hinaus verbessert das Schreiben nur des notwendigen Codes anstelle des Schreibens von unnötigem Code auch die Qualität des Codes.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das YAGNI-Prinzip ein wichtiges Prinzip im Softwareentwicklungsprozess ist und hilft, besseren und einfacheren Code zu schreiben, indem das Schreiben unnötigen Codes vermieden wird.

DRY

Das DRY-Prinzip ist ein Akronym für „Don’t Repeat Yourself“. Dieses Prinzip betont, wie wichtig es ist, doppelte Codeblöcke im Softwareentwicklungsprozess zu vermeiden.

Das DRY-Prinzip schlägt vor, eine Funktion oder Methode zu schreiben, anstatt den gleichen Code an mehreren Stellen zu verwenden, was die Wiederverwendbarkeit des Codes erhöht. Auf diese Weise sparen Entwickler Zeit, da sie denselben Code nicht wiederholt schreiben müssen.

Das DRY-Prinzip verbessert auch die Lesbarkeit des Codes. Wiederholte Codeblöcke erschweren das Lesen und Verstehen des Codes. Wenn Änderungen im Code erforderlich sind, muss der duplizierte Code modifiziert werden, was mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Das DRY-Prinzip hilft, den Code zu vereinfachen und seine Qualität im Softwareentwicklungsprozess zu verbessern. Die Anwendung dieses Prinzips erfordert jedoch eine ordnungsgemäße Organisation und Aufrechterhaltung der Integrität des Codes bei gleichzeitiger Erhöhung seiner Wiederverwendbarkeit.

Zusammenfassend betont das DRY-Prinzip die Bedeutung der Vermeidung duplizierter Codeblöcke im Softwareentwicklungsprozess und hilft, den Code zu vereinfachen und gleichzeitig seine Qualität zu verbessern. Dieses Prinzip erhöht die Wiederverwendbarkeit des Codes, was Zeit und Aufwand im Softwareentwicklungsprozess spart.

SOC

SOC ist ein Prinzip, das für „Separation of Concerns“ steht. Im Softwareentwicklungsprozess legt dieses Prinzip nahe, Komponenten mit unterschiedlichen Funktionalitäten unabhängig voneinander zu entwerfen und zu entwickeln.

Nach diesem Prinzip sollten verschiedene Funktionalitäten einer Software in Sektionen organisiert werden, die sich auf ihre eigenen Belange beziehen. Codeblöcke, die für eine bestimmte Funktion einer Software entwickelt wurden, sollten sich nur mit der Erfüllung dieser Funktion befassen und sollten andere Funktionen nicht beeinträchtigen.

Das SOC-Prinzip ermöglicht es, Software modularer zu machen. Modulare Software entsteht durch die Kombination von Komponenten mit unterschiedlichen Funktionalitäten. Auf diese Weise wird jede Komponente unabhängig voneinander entwickelt und getestet, was die Software zuverlässiger, lesbarer und nachhaltiger macht.

Das SOC-Prinzip erhöht zudem die Wiederverwendbarkeit im Softwareentwicklungsprozess. Ein modularer Ansatz erleichtert die Wiederverwendung verschiedener Softwarekomponenten in anderen Projekten oder für andere Funktionalitäten.

Zusammenfassend schlägt das SOC-Prinzip vor, dass Codeblöcke, die für verschiedene Funktionen von Software entwickelt wurden, unabhängig voneinander entworfen und entwickelt werden sollten. Dieses Prinzip macht Software modularer, zuverlässiger und nachhaltiger und erhöht die Wiederverwendbarkeit im Softwareentwicklungsprozess.

KISS

KISS, das für „Keep It Simple, Stupid“ oder „Keep It Short and Simple“ steht, ist ein Prinzip in der Softwareentwicklung, das die Notwendigkeit betont, ein Design so einfach wie möglich zu halten.

Das KISS-Prinzip hilft dabei, Software besser lesbar, wartbar und testbar zu machen. Komplexe Designs machen es schwierig, den Code zu verstehen und Fehler zu erkennen und zu beheben.

Das KISS-Prinzip schlägt vor, Software einfach zu halten, was jedoch nicht bedeutet, auf Funktionalität oder Qualität zu verzichten. Im Gegenteil, das KISS-Prinzip empfiehlt, unnötige Komplexität zu vermeiden, um Funktionalität und Qualität zu verbessern.

Die Anwendung des KISS-Prinzips macht Code besser lesbar. Einfacher Code ermöglicht es Entwicklern, den Code schneller zu verstehen und zu ändern. Darüber hinaus ermöglicht einfacher Code neuen Entwicklern, sich schneller an das Projekt anzupassen.

Das KISS-Prinzip macht Software auch wartbarer. Komplexer Code erschwert Wartung und Updates, während einfacher Code weniger Fehler enthält und einfacher zu warten ist.

Abschließend empfiehlt das KISS-Prinzip, Software so einfach wie möglich zu halten. Dieses Prinzip trägt dazu bei, Software besser lesbar, wartbar und testbar zu machen. Einfacher Code ermöglicht schnelle und einfache Änderungen während des Softwareentwicklungsprozesses und enthält weniger Fehler.

LOD

LOD (Law of Demeter) ist ein Prinzip in der Softwareentwicklung, das vorschlägt, den Grad der Abhängigkeit zwischen Objekten zu minimieren. LOD ist auch als „Prinzip des geringsten Wissens“ bekannt.

Das LOD-Prinzip besagt, dass eine Klasse möglichst wenig Abhängigkeiten von anderen Klassen haben soll. Es wird empfohlen, dass eine Klasse nur mit den Klassen interagiert, von denen sie direkt abhängig ist. Daher sollte eine Klasse die Beziehungen zwischen anderen Klassen nicht kennen.

Der Hauptzweck dieses Prinzips besteht darin, Software flexibler und wiederverwendbar zu machen. Wenn eine Klasse eng mit anderen Klassen gekoppelt ist, wird es schwieriger, Änderungen vorzunehmen und die Wiederverwendbarkeit sicherzustellen.

Das LOD-Prinzip schlägt mehrere Methoden vor, um die Abhängigkeiten zwischen Klassen in der Softwareentwicklung zu reduzieren. Dazu gehören das Einschränken der Interaktionen einer Klasse mit anderen Klassen, das Beschränken des Wissens der Klasse auf ihre eigenen Verantwortlichkeiten, das Verwenden von Zwischenschichten und das Verwenden von Schnittstellen nach Bedarf.

Zusammenfassend empfiehlt das LOD-Prinzip, den Grad der Abhängigkeit zwischen Klassen zu minimieren, um Software flexibler, wartbarer und wiederverwendbar zu machen. Dieses Prinzip legt nahe, dass eine Klasse nur Informationen speichern sollte, die sich auf ihre eigenen Verantwortlichkeiten beziehen, und nur mit den Klassen interagieren sollte, von denen sie direkt abhängig ist. Das Ergebnis ist eine Software mit weniger Fehlern und einer einfacheren Wartung.

SOLID

SOLID ist ein Akronym für fundamentale Prinzipien, die in der Softwareentwicklung verwendet werden. Diese Prinzipien zielen darauf ab, Software flexibler, wartbarer, wartungsfreundlicher, wiederverwendbarer und erweiterbarer zu machen. Sie wurden zuerst von Robert C. Martin (alias Onkel Bob) eingeführt, der die SOLID-Prinzipien identifizierte.

Die SOLID-Prinzipien lauten wie folgt:

  • S - Grundsatz der Einzelverantwortung
  • O - Offen/Geschlossen-Prinzip
  • L - Liskov-Substitutionsprinzip
  • I - Grundsatz der Schnittstellentrennung
  • D - Abhängigkeitsinversionsprinzip

Lassen Sie uns diese Prinzipien separat erläutern:

  1. Single-Responsibility-Prinzip: Eine Klasse sollte nur eine Aufgabe oder Verantwortung haben. Die Tatsache, dass Klassen eine einzige Verantwortlichkeit haben, ohne mit anderen Klassen mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten verwechselt zu werden, macht den Code lesbarer, verständlicher und wartbarer.
  2. Open/Closed-Prinzip: Eine Klasse muss geschlossen sein, um sich zu ändern, aber offen, um neue Funktionalität hinzuzufügen. Das heißt, anstatt die Klasse zu ändern, wenn vorhandener Code geändert werden muss, sollte sie erweiterbar sein, um neue Funktionalität hinzuzufügen.
  3. Liskov-Substitutionsprinzip: Jede Unterklasse muss in der Lage sein, ihre Oberklasse zu ersetzen. Das bedeutet, dass Unterklassen das Verhalten der Oberklasse beibehalten müssen. Die Anwendung dieses Prinzips trägt dazu bei, Code flexibler zu machen und seine Wiederverwendbarkeit zu erhöhen.
  4. Grundsatz der Schnittstellentrennung: Eine Schnittstelle sollte keine Funktionen haben, die wir nicht verwenden. Ungenutzte Features können dazu führen, dass der Code unnötig groß und komplex wird. Daher sollten Schnittstellen so gestaltet werden, dass sie die benötigte Funktionalität umfassen.
  5. Abhängigkeitsinversionsprinzip: Klassen auf hoher Ebene sollten nicht von Klassen auf niedriger Ebene abhängen. Stattdessen sollten beide Klassen von Abstraktionen abhängen. High-Level-Klassen sollten unabhängig davon sein, wie Low-Level-Klassen implementiert werden. Dadurch wird der Code unabhängiger, flexibler und wiederverwendbar.

Die Anwendung der SOLID-Prinzipien hilft Softwareprojekten, nachhaltiger, flexibler und erweiterbarer zu werden. Das Befolgen dieser Prinzipien verbessert die Codequalität und ermöglicht es Ihnen, Softwareprojekte zu erstellen, die weniger Wartung erfordern, weniger Fehler aufweisen, sich schneller entwickeln und weniger kosten.


In diesem Artikel haben wir die YAGNI-, DRY-, SOC-, KISS-, LOD- und SOLID-Prinzipien besprochen, die Softwareentwickler häufig hören werden. Diese Prinzipien sollen die Lesbarkeit, Wiederverwendbarkeit, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit von Code verbessern. Die Befolgung dieser Prinzipien kann Softwareprojekte nachhaltiger, flexibler und erweiterbarer machen.

SOLID-Prinzipien erhöhen die Flexibilität und Wiederverwendbarkeit von Code, während das DRY-Prinzip die Wartung von Softwareprojekten vereinfacht, indem es die Duplizierung von Code vermeidet. Das KISS-Prinzip erhöht die Lesbarkeit des Codes, während das SOC-Prinzip den Code modular und unabhängig macht, wodurch Softwareprojekte wartbarer werden. Das LOD-Prinzip macht den Code weniger abhängig, während das YAGNI-Prinzip dazu beiträgt, den Code sauberer und lesbarer zu machen, indem vermieden wird, dass unnötiger Code geschrieben wird.

Die Anwendung dieser Prinzipien kann uns helfen, im Softwareentwicklungsprozess effizienter, schneller und kostengünstiger zu sein. Wenn wir ein qualitativ hochwertiges und flexibles Softwareprodukt erstellen wollen, ist es wichtig, dass wir die Prinzipien von YAGNI, DRY, SOC, KISS, LOD und SOLID berücksichtigen.


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